Aus der Talentschmiede von Amateur-Trainer Theo Schneider stammt Marcel Schmelzer, der als „Back-Up“ für Dede in den Profi-Kader befördert wurde. Doch der 20-Jährige ist beileibe kein „Quoten-Linksverteidiger“, die so rar gesät sind. „Er hat sich seine Chance verdient“, sagt Schneider über einen seiner zuverlässigsten Spieler im vergangenen Jahr.
Als 17-Jähriger war Marcel Schmelzer aus Magdeburg nach Dortmund gewechselt. „Die Umstellung war eigentlich nicht so groß, denn im Jugendhaus war ich nicht allein“, sagt er über seine Anfänge beim BVB, wo er sich sofort einen Stammplatz in der A-Junioren-Bundesliga erkämpfte. Nahtlos schaffte er den Sprung in die Regionalliga Nord. In der damals dritthöchsten Spielklasse absolvierte er 26 Einsätze für die zweite Mannschaft des BVB. Trotz der guten Eindrücke spricht er von einer „Überraschung“, als ihn Sportdirektor Michael Zorc im Sommer 2008 mit einem Profivertrag ausstattete. Beim internationalen Freundschaftsspiel gegen Juventus Turin durfte er das erste Mal vor 50.000 Zuschauern auflaufen, fand dies „beeindruckend“ und erklärte: „Ich möchte die Vorbereitung gut bestehen und gesund bleiben.“
Weitere Chancen werden folgen für den Blondschopf, der sich über einen starken familiären Rückhalt freut. „Meine Familie steht voll hinter mir“, sagt der Youngster, der mit „Freunde, Musik, Party, Shoppen, Schwimmen“ alterstypische Hobbys nennt. Und wenn es mit der Karriere nicht so verlaufen sollte wie erhofft? „Dann werde ich Grundschullehrer“, sagt Marcel Schmelzer – und lächelt dabei vielsagend. |